JOACHIM BANDAU

Plastiken + Aquarelle

22.09. - 20.10.18

 

Seit über 50 Jahren arbeitet Joachim Bandau als Bildhauer und Zeichner mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. Seine frühen Plastiken stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausstellung in der Mannheimer Galerie Sebastian Fath Contemporary. Von 22. September bis 20. Oktober sind auch neue Schwarz-Aquarelle zu sehen.

Die Galerie Sebastian Fath Contemporary reist zurück in die Zukunft – und präsentiert Skulpturen und Plastiken aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die auch heute noch genauso modern wirken wie damals zu ihrer Entstehungszeit. Zu sehen ist zum Beispiel Joachim Bandaus verstörender und futuristisch anmutender „Gnom“, aus dessen amorphem Kunststoff-Körper Schläuche aus Metall wachsen. Auf die Besucher wartet auch jene phallisch wirkende und überlebensgroße Skulptur aus Multiplex, die der Künstler liebevoll als „dicke Berta“ bezeichnet. Darüber hinaus sind minimalistische Installationen im Raum zu sehen – zum Beispiel der „Trailer“ aus dem Jahr 1986, der kubische Formen aus massivem Blei, Gusseisen und Stahl zu transportieren scheint.

Seit 1983 entstehen Bandaus Schwarzaquarelle. Mit sehr breiten Haarpinseln aus Japan und langsamen Handbewegungen fährt der Künstler über die raue Oberfläche des schweren Büttenpapiers. Er kann dabei immer nur eine Schicht in einer sehr langsamen Bewegung auftragen und muss diese dann über einen längeren Zeitraum pressen und trocknen, bis der nächste „Strich“ ausgeführt werden kann. Die hellgrauen Aquarelle, deren Flächen zu kippen scheinen, entstehen durch wenige Überlagerungen, während bei den dunklen Arbeiten bis zu 20 grau-schwarze Pigmentschichten übereinander gesetzt werden und diese sich von Ebene zu Ebene so sehr verdichten, dass sie in einem Schwarz enden.

Joachim Bandau wurde 1936 in Köln geboren. Er lebt und arbeitet in Aachen und Stäfa (Schweiz). Er absolvierte sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf und lehrte Bildhauerei an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und der Kunstakademie in Münster.

Sebastian Fath Contemporary vertritt den Künstler seit 2003.

Eröffnung
Samstag, 22. September, 18 bis 21 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

Öffnungszeiten
Do. und Fr. 14 bis 19 Uhr, Sa. 12 bis 16 Uhr