Curated by ... Jan Maarten Voskuil

It's a small world after all

21.02. - 23.03.19

 

Die Künstler dürfen machen, was sie wollen: Am 21. Februar startet die Mannheimer Galerie Sebastian Fath Contemporary ein neues Ausstellungsformat. In der Reihe „curated by“ haben Künstler der Galerie das Sagen. Sie erhalten die „Carte blanche“, werden also zu Kuratoren. Sie dürfen jene Kunst von ihren Kollegen ausstellen, die ihnen gefällt, die sie inspiriert. Den Anfang macht der Maler Jan Maarten Voskuil, mit dem die Galerie seit über zehn Jahren zusammenarbeitet.

Voskuil, 1964 im niederländischen Arnheim geboren, kuratiert eine Ausstellung mit Werken jener Künstler, denen er nahesteht. Er möchte aufzeigen, dass sich Künstler seit jeher wechselseitig beeinflussen. „Lokale und soziale Einflüsse spielten schon damals eine große Rolle, zum Beispiel durch Treffen in Cafés oder bei Ausstellungseröffnungen“, sagt Voskuil. Heutzutage treffen Künstler vor allem online aufeinander. „Sie treffen sich in sehr kleinen Gruppen auf Instagram oder Facebook“, weiß Voskuil. Dennoch bewegen sie sich in einer kleinen Welt, in der das lokale und soziale Umfeld so relevant ist wie eh und je. Deswegen hat Voskuil seiner Ausstellung in Mannheim den Untertitel „It’s a small world after all“ gegeben.

Zu sehen sind Arbeiten von 13 Künstlern, die überwiegend dort wirken, wo Voskuil in den vergangenen Jahren gearbeitet hat beziehungsweise noch arbeitet: Haarlem und Rotterdam. Zu sehen sind Werke von Alain Biltereyst, Lily de Bont, Rob Bouwman, Erik de Bree, Iemke van Dijk, Jasper van der Graaf, Ditty Ketting, Alexandra Roozen, Martijn Schuppers, Tonneke Sengers, Clary Stolte, Vincent Uilenbroek und Guido Winkler. Auch Voskuil wird seine „shaped canvases“ zeigen, seine verformten Leinwände.

Fortgeführt wird das Ausstellungsformat „curated by“ nächstes Jahr. Im Frühjahr 2020 wird der Bildhauer Kai Richter aus Düsseldorf, bekannt für seine Kunst mit Baumaterialien, als Kurator die Galerieräume übernehmen.